Allgäu Triathlon

Kalvarienberg, Kuhsteig und Krautschupfnudeln

 

Vor einem Jahr stand ich in Immenstadt das erste Mal bei einem Triathlon am Start und bin seitdem ziemlich begeistert von diesem Sport. Zu einem guten Teil ist da auch das Event im Allgäu schuld, ich war schwer beeindruckt von der Begeisterung der Athleten, Zuschauer und Helfer.

 

Also war es klar, dieses Jahr wieder beim KULT-Event im Allgäu anzutreten.

Die Stimmung, die Helfer und die Zuschauer sind schon einmalig. Ebenso die Strecke.

Der Alpsee mit der tollen Kulisse und der kurzweiligen Streckenführung mit kurzem Landgang.

Gänsehaut am Kalvarienberg, wenn man von den Massen im Spalier angefeuert wird, in jedem kleinen Ort entlang des knackigen Anstiegs begeisterte Supporter.

Nach dem Wechsel in die Laufschuhe bei km 3 der Kuhsteig - kurz aber heftig steil - und auch hier wieder durch das Spalier hinaufgepusht. Und natürlich ein grandioses Finish im Zielbereich.

Das ist aber noch nicht alles. Meine Paradedisziplin, das Finisherbuffet, kommt hier nicht zu kurz. Das genialste Buffet, das ich bisher bei einem Event gesehen habe. Kaiserschmarrn, Krautschupfnudeln, Mega-Obstbuffet, Kuchen, Bier, Iso, ... . Geil. Oder halt KULT.

Starnberger See Schwimmen

Auf der letztjährigen Weihnachtsfeier des TriTeam FFB habe ich einen Gutschein für ein Event von Alexander Fricke gewonnen, der rund um München zahlreiche Sportveranstaltungen organisiert. Am meisten gereizt hat mich das Starnberger See Schwimmen (www.starnbergersee-schwimmen.de) bei dem man 2 oder 4 km schwimmen kann. Start des Events ist der Strand in Possenhofen, von dort geht es zum Seehotel nach Leoni am gegenüberliegenden Ufer wo auch der Ausstieg für die 2km-Schwimmer ist. Wer die 4km schwimmen möchte, springt nach dem kurzen Landgang in Leoni wieder in den See und schwimmt nach Possenhofen zurück. Die Schwimmer, die in Leoni geblieben sind, dürfen gratis mit dem Dampfer retour fahren.

Da sich meine Schwimmleistung diese Saison nicht so entwickelt hat, wie ich es mir gewünscht hätte, stand für mich zunächst fest, dass ich die kurze Strecke angehen werde. 
Überrascht war ich, dass sich 450 Schwimmer*innen angemeldet haben und Prominenz wie Faris al Sultan ebenfalls am Start vertreten war.  
Das Wasser war beim Schwimmeinstieg durch den Rekordsommer sehr warm, für Neoprenanzüge leider zu warm. Nur mit meiner Badehose bewaffnet bestärkte mich das in meinem Plan, nach 2km mit dem Dampfer zurück zu fahren. 
Mein Teamkollege Robert hat mich kurz vor dem Start motiviert, die volle Distanz anzugehen, was ich mir auf dem Hinweg nach Leoni lange genug überlegen konnte. Am Seehotel angekommen, hat sich der Wettbewerb auch nur irgendwie halb fertig angefühlt und die Arme waren noch frisch, also wieder vom Steg ins Wasser gehüpft und zurück geschwommen. 
Die Zeit war zwar nicht der Rede wert, aber es hat mir viel Spaß gemacht, die Stimmung war super und die Organisation war perfekt. Nächstes Jahr gerne mit wieder, dann mit Familie, die kann sich nämlich derweil am Strand tummeln oder gemütlich einen Kaffee trinken.

Wörthsee Triathlon

Dicke Beine

Eine Woche nach dem intensiven Trailwochenende im Sellrain (siehe Sellrainer Hüttenrunde) stand ich am Sonntag beim Wörthsee Triathlon über die Olympische Distanz am Start. Die Beine waren wieder halbwegs fit und ich habe am Freitag noch kurz die Radstrecke erkundet.

Die Höhenmeter aus dem Sellrain hab ich trotzdem noch gut in den Beinen gespürt, vor allem in den kurzen Anstiegen auf der Radstrecke.

 

Das Rennen

Rückblickend gab es bisher nur eine größere Fehlinvestition: bei diesem Sommer hätte ich mir den Neoprenanzug sparen können :). Bei über 24°C Wassertemperatur war im Wörthsee fast Badewannenfeeling angesagt.
Der Start in den Wettbewerb verlief etwas holprig. Nicht so tragisch war der Anpfiff vom Offiziellen, weil ich wie der Rest vom Verein die Wechselzone nach dem Check-In nicht ordnungsgemäß verlassen habe, sondern eher das Schwimmen. Das Training im Wasser kam in den letzten Wochen zu kurz und entsprechend ging es los...... kurze Panik ob der vielen Leute, paar Züge Brust und als ich so halbwegs drin war, hat es mit der Orientierung nicht geklappt. Da wird im Herbst ein ordentliches Schwimm-Coaching fällig und bis dorthin fleißig üben, üben, üben. 
Naja, auf dem Rad konnte ich dann etliche Plätze gut machen und das Laufen war ganz in Ordnung für die Hitze und die nicht optimale Vorbereitung. Die Laufstrecke hat es dann doch ganz schön in sich gehabt mit einigen Anstiegen auf grobem Schotter.
Das Event war toll organisiert, sehr lecker war das alkoholfreie Lammsbräu im Ziel!
Jetzt heißt es erstmal Kopf ausschalten und auf das kommende Wochenende mit dem Starnberger See Schwimmen fokussieren!
Bild (c) Paul Günther Photographie

Sellrainer Hüttenrunde (Trailrun) Tag 3

Grünes Kontrastprogramm

 

Nach einer kurzen Nacht in der urigen Peter Anich Hütte sah der Tag ganz gut aus. In einem ständigen Auf und Ab ging es über den Peter Anich Steig bis zur Flaurlinger Alm. Dem Steig mekrt man an, dass er kaum begangen wird, das viele Grün war ein netter Kontrast zu den hochalpinen Strecken der beiden letzten Tage. 

 

Letzte Anstiege

 

Von der Flaurlinger Alm zog sich der Pfad zum Rauen Kopf hinauf und über den Schützensteig weiter zum Krimpensattel. Die Beine waren inzwischen ganz schön dick und das Ziel, der Wanderparkplatz in Sellrain, langsam zum Greifen nah. Als letzten Gipfel haben wir das Kögele mitgenommen und uns in einen epischen Downhill gestürzt. 

 

 

Finale

 

Der Pfad hat uns in Sellrain ausgespuckt, wo wir die letzten Höhenmeter mit schmerzenden Beinen auf der Asphaltstraße vernichten mussten und noch kurz zum Parkplatz aufgestiegen sind. 

 

Zahlen, Daten, Fakten

 

Für alle, die es wieder genau wissen wollen:

 

Anstieg: 1.752 hm

Abstieg: 2.553 hm

Höchster Punkt: Rauer Kopf 2.308 m

Zeit: 6:12 h

Strecke: 30,39 km

 

Fazit

 

Eine super Truppe, die sich auf Anhieb toll verstanden hat und beeindruckende Bergerlebnisse! Die Einsamkeit dieser Runde ist trotz der Nähe zu Innsbruck bemerkenswert. Mit dem Wetter hatten wir riesiges Glück und sind eigentlich nie wirklich nass geworden. 

 

 

Sellrainer Hüttenrunde (Trailrun) Tag 2

Das Wetter und die Planung

 

Die Wettervorhersage für den zweiten Tag war mehr als schlecht. Wir hatten mehrere Alternativrouten zur Auswahl, die wir je nach Witterung gelaufen wären. Da es nach dem Frühstück aber nicht so schlimm aussah, sind wir nach Plan A verfahren und haben die Schweinfurter Hütte über das Zwieselbachjoch und das gleichnamige Tal angesteuert. Das Zwieselbachtal ist ein Traum für Trailrunner! Wenn man das Modewort des Flows hernehmen möchte, hier passt es. Nach 2h waren wir an der Schweinfurter Hütte und haben uns den zweiten Anstieg des Tages nach oben geschraubt, das Wetter hat gehalten, wir sind nicht nass geworden. 

 

Zivilisationsschock

 

Vom ursprünglichen Plan sind wir ab der Schweinfurter Hütte ein wenig abgewichen, da wir bei Nässe den seilversicherten Oltrogge-Steig auslassen wollten, diese Variante ist bei Sonnenschein schön, bei Nässe aber nicht zu empfehlen. Also ging es über die Finstertaler Scharte zum Speicher Finstertal und hinab zum tiefsten Punkt dieser Tagesetappe, dem Ort Kühtai. Wir hatten uns im Vorfeld ein wenig gewundert, warum wir auf der Dortmunder Hütte keinen Platz bekommen hatten, jetzt wussten wir es. Ein paar hundert (tausend?) Xletics-Sportler haben sich im Kühtai über künstliche Hindernisse gequält und ein mords Spektakel veranstaltet. Freiwillig haben wir hier den Wanderweg auf der Asphaltstraße (!) umlaufen, das Gewusel war surreal und diese Art von Sport ist uns doch ziemlich fremd (das werden die über uns auch gedacht haben ;) ). Bis Kühtai haben wir unterwegs nur eine Handvoll Wanderer getroffen, also sind wir wieder schnellstmöglich in Richtung Kreuzjoch geflüchtet.

 

Binge eating

 

Nach dem Kreuzjoch ging es in einem schönen Downhill, bei dem man teilweise Hände und Füße gebraucht hat, hinab zur Peter Anich Hütte. Kurz vor der Hütte hat uns dann doch der einzige Schauer des Tages erwischt, der aber schnell vorbei war. Die Hütte ist sehr urig und einfach, aber eine echte Empfehlung. Da wir die einzigen Gäste waren, haben wir die volle Aufmerksamkeit der Wirtsleute gehabt, die uns phänomenal verpflegt haben. Am Abend haben wir uns ernsthaft Sorgen gemacht, dass wir von unserem Ausflug mit einem dickeren Bauch heimkommen als wir gestartet sind. Respekt nochmal an Benedikt, der immerhin 3 Hauptgerichte verputzt hat. Die Nacht über hat es starkt geregnet, am nächsten Morgen hat es dann aufgeklart und wir konnten den Ausblick von der Hütte ins das Inntal genießen.

 

Zahlen, Daten, Fakten:

 

Auch hier wieder Daten laut meiner Uhr....

 

Anstieg: 2.085 hm

Abstieg: 2.514 hm

Höchster Punkt: Zwieselbachjoch 2.868 m

Zeit: 6:41 h

Strecke: 34,95 km

 

Weiter zu Tag 3

 

 

Sellrainer Hüttenrunde (Trailrun) Tag 1

Der Start

 

Am Freitag war die Nacht um 2:30 Uhr schon wieder vorbei und ich bin Richtung Innsbruck gestartet. Am Parkplatz im Fotscher Tal haben wir (Georg, Benedikt, René, Stephanie und Thomas) uns getroffen und sind hoch motiviert in den ersten Anstieg gestartet. 

 

Die Sinnkrise

 

Die Potsdamer Hütte links liegen lassend ging es stetig nach oben bis wir auf dem Roten Kogel den ersten mit 1.600 hm recht langen Anstieg hinter uns hatten. Vom Roten Kogel bis zum Westfalenhaus habe ich die eine oder andere Sinnkrise durchlebt und wollte das Projekt schon aufgeben. René und Georg haben mich aber stetig motiviert und nach der Kaspressknödelsuppe sah die Bergwelt auch schon wieder besser aus.

 

 

Letzter Anstieg 

 

Nach dem Westfalenhaus haben wir uns über Schneefelder und das Winnebachjoch Richtung Tagesziel, der Winnebachseehütte bewegt. Die Hütte ist recht neu renoviert und die netten Wirtsleute haben uns gut verpflegt. Einzig der Wetterbericht hat uns Sorgen bereitet - für den kommenden Tag waren von früh bis spät Gewitter gemeldet. Also haben wir unsere Tourenplanung für den kommenden Tag mit vier Alternativen durchdacht, um flexibel auf Wetteränderungen reagieren zu können. 

 

Zahlen, Daten, Fakten

 

Für die Statistik des ersten Tages (laut meiner Uhr):

Anstieg: 2.875 hm

Abstieg: 1.683 hm

Höchster Punkt: Roter Kogel 2.832 m

Zeit: 6:55 h

Strecke: 30,1 km

 

 Weiter zu Tag 2

 

Silvesterlauf in Pfaffenhofen

Der traditionelle Jahresabschluss findet natürlich laufend statt. Statt wie im letzten Jahr im Olympiapark in München zu laufen, ging es dieses Mal ins Outback. Wirklich weit raus. Wir haben uns dem Gros des TriTeam FFB angeschlossen und bin zusammen mit Barbara nach Pfaffenhofen an der Glonn gefahren. Man konnte zwischen 5 und 10km wählen, wobei für die 10km der Kurs zwei Mal gelaufen werden musste. 

Da ich grad frisch aus dem Schnelligkeitstraining kam, habe ich mir die 5km ausgesucht. 
Der Lauf ist richtig herzlich provinziell, ohne das jetzt negativ zu meinen. Der Bürgermeister moderiert persönlich, die lokalen Vereine und die Feuerwehr helfen tatkräftig mit. Der Kurs ist nicht schnell aber nett zu laufen. Es geht über Feldwege, Radwege und Straßen auf und ab. Durch das milde Wetter war es sehr matschig und der stürmische Wind hat auch ein wenig gebremst. Auf dem längeren Anstieg konnte ich einige Konkurrenten hinter mir lassen, das darauf folgende Bergabstück lag voll im Gegenwind. Einen halben Kilometer vor dem Ziel ist mir der Drittplatzierte davon gezogen, so dass ich das Stockerl leider verfehlt habe. 
Als Belohnung gab es vom Veranstalter zum Schluss ein Stück Speck. Total bodenständig halt. 
Das TriTeam FFB hat das Rennen klar dominiert, Paul hat die 10km souverän gewonnen, Fabian lief auf den dritten Platz und auch sonst waren die Platzierungen so gut, dass wir als schnellstes Team geehrt wurden.

Planung 2018

Erste Ideen und Anmeldungen für die kommende Saison. Nächstes Jahr wird natürlich eher triathlonlastig, auch wenn es mit einem Laufevent in Wien beginnt. Beim dortigen Marathon kann ich hoffentlich meine PB etwas verbessern. Die restliche Saison werde ich versuchen, eine Reihe von Triathlons zu absolvieren, wobei die Zeit eher zweitrangig sein wird, wichtiger ist mir, mich an das Schwimmgewusel zu gewöhnen und Wettkampferfahrung zu sammeln.

 

Bisher angemeldet:

  • VCM Wien Marathon 22.04.2018
  • Linz Triathlon OD 02.06.2018
  • Allgäu Triathlon OD 19.08.2018

 

Noch in der Pipeline:

  • Wörthsee ÖtillÖ
  • Wörthsee Triathlon OD
  • Triathlon Bregenz OD
  • Karlsfelder See Triathlon
  • Starnberger See Schwimmen
  • Challenge Walchsee MD oder IM70.3 Slowenien

Nach der Saison ist vor der Saison

Was gibt's im Winter Neues?

Durch das Triathlontraining sind meine Aktivitäten jetzt strukturierter und nach meinem Gefühl effizienter geworden. Bei Umfängen von 10-14 Stunden pro Woche versuche ich, "leere" Einheiten möglichst zu vermeiden. 

Es ist aber dennoch jede Woche ein Balanceakt wie der Trainingsplan mit der Arbeit und dem Familienleben gekoppelt werden kann.

Apropos koppeln - das war auch neu für mich: die Kombination von mehreren Trainingseinheiten an einem Tag. Zu Beginn war es erwartungsgemäß recht heftig, aber der Körper gewöhnt sich erstaunlich schnell an die Belastungen. Zu einem Fixpunkt ist das Schwimmtraining im Verein geworden und hat aus mir einen halbwegs passablen Frühaufsteher gemacht. Jeden Samstag und Sonntag beginnt um 07:45 Uhr das Schwimmtraining in der Brucker Amperoase. Anschließend gibt es dann Koordinationstraining Laufen, eine größere Radausfahrt oder einen langen Lauf, damit die Tage auch gefüllt sind. 

 

Unter der Woche ist es mir zum Glück möglich, kurze Einheiten in der Mittagspause unterzubringen, meist hetze ich da durch den Wald hinter der Firma mit lustigen Intervalltrainings oder Tempodauerläufen. Mit dem Laufen im Winter hab ich eh noch nie Probleme gehabt, das Programm wird wie gehabt durchgezogen.

 

Das Radfahren funktioniert im Winter auch ganz passabel, ich habe mein 12 Jahre altes Mountainbike wieder aktiviert. Sollte es zu spät sein, gibt es eine Einheit auf dem Indoorbike, wobei das schon stark an meiner Motivation zehrt. Selbst mit Film nebenbei schauen merke ich, dass ich lieber draußen unterwegs bin als im Keller. Vielleicht bringt das neue Jahr ja eine nette, smarte Rolle mit Zwift-Anbindung ;). 

 

Was ich noch optimieren muss, sind meine restlichen Interessen wie Skitourengehen und Klettern zu integrieren. Diese beiden Hobbies haben derzeit ein wenig das Nachsehen, mir sind solide Schwimmleistungen und damit verbundenes regelmäßiges Training wichtiger. Aber der Winter läuft ja nicht davon und ab und zu sieht mich die Boulderwelt zum Krafttraining.

Zum ersten Mal 3-fach

Am Anfang war die Idee

 

Die Idee war irgendwann im Februar am Blautopf bei Ulm geboren. Auf einer Trailrunningveranstaltung habe ich einen der Organisatoren der Walser Trailchallenge kennengelernt, der im TriTeam Kleinwalsertal aktiv ist. Wir haben uns über Triathlon ausgetauscht und ein fixer Gedanke hat sich in meinem Kopf festgepflanzt.

Das Frühjahr und den Sommer über habe ich mich langsam an das neue Wettkampfformat heran getastet und festgestellt, dass es mir ganz gut in den Kram passt, weil ich mich nicht nur auf das Laufen alleine fokussieren wollte und immer schon Ausgleichssport betrieben habe. Rennradfahren war schon immer fest im Trainingsplan, jetzt kam halt noch Schwimmen hinzu. Ungewohnt waren schon eher die relativ kurzen Laufumfänge - zumindest bei den kürzeren Triathlondistanzen Sprint und Olympische Distanz. Dort läuft man "nur" 5 bzw. 10 km.

mehr lesen