Ironman 70.3 Slowenien

Beim diesjährigen Saisonabschluss stand für mich schon recht bald fest, dass es wie im letzten Jahr nach Slowenien gehen sollte. Warum wieder dort hin?

Weil die Strecke sehr schön ist und ich noch eine Rechnung offen hatte, da es in 2018 nicht so rund gelaufen ist wie ich mir das gewünscht hatte.

 

Wenn ich mir Mitteldistanz-Triathlons aussuche, habe ich es gern, wenn die Rad- und die Laufstrecke möglichst ohne mehrfach zu absolvierende Runden auskommen. Das Im-Kreis-Laufen und Fahren finde ich wenig prickelnd. In Slowenien kann man das alles haben und bekommt obendrein noch sehr schöne Ausblicke auf beiden Kursen. Man muss allerdings dazu sagen, dass der Radkurs mit seinen 1.300 Höhenmetern im Anstieg nicht ganz ohne ist. 

 

Die Organisation und das Team des Ironman 70.3 in Koper sind sehr hilfsbereit und gastfreundlich, so dass die Registrierung, der Bike Ceck-In und das Race-Briefing rasch erledigt waren. Am Samstag gab es noch ein paar kurze Trainingseinheiten, um den Körper etwas zu aktivieren. Die Sorge, dass der Wellengang am Wettkampftag so hoch sein würde wie am Samstag, erwies sich zum Glück als unbegründet, aber es gab andere Überraschungen im Wasser.

 

Sonntag - Wecker um 05:30 - Raceday!

Die Gastgeber in unserer Unterkunft hatten extra für meinen Vereinskameraden Wieland und mich die Frühstückszeit nach vorne verlegt und sogar für uns Porridge-Muffins gebacken, damit wir ordentlich Körner im Rennen haben. Fand ich sehr lieb!

 

Ab nach Koper in die Wechselzone, alle Trinkflaschen in Position gebracht, den Neo angezogen und ein paar Schwimmzüge zum Aufwärmen gemacht. Vom Start bin ich gut weg gekommen und hab meine Pace gefunden. Die Überraschung im Wasser waren dann leider Quallen, die uns fast die Hälfte der Schwimmstrecke "begleitet" haben. Durch so einen Schwarm zu schwimmen ist weniger angenehm......... Beim Ausstieg aus dem Wasser war ich ganz happy, dass ich meine angepeilte Zeit einhalten konnte und bin zügig auf's Rad gehüpft.

 

Die Radstrecke führt zunächst leicht wellig nach Italien, um dann recht bald wieder nach Slowenien zurück zu führen und in den ersten langen Anstieg zu münden. Am Berg aufgepasst, dass nicht das ganze Pulver verschossen wird und eher einen Gang raus genommen. Nach einer rasanten Abfahrt schießt man gleich in den zweiten langen Anstieg, der zwar insgesamt weniger steil ist, aber dafür zum Schluss noch ein paar Rampen bietet, die noch einmal Kraft kosten. 

Meine gute Laune wurde noch besser, als ich in der Wechselzone gesehen habe, dass noch gar nicht so viele Räder da waren, der Bikesplit also ganz gut gelaufen sein muss.  

Zum Kopfrechnen war ich in der Wechselzone zu beschäftigt - die Auswertung zeigte nachher einen 32er Schnitt auf dem Rad.

 

Also flugs in die Laufschuhe und ab auf die Laufstrecke. Die ersten 8 km sind mäßig interessant, man läuft kurz durch Koper und das Hafengebiet, um dann an der Uferpromenade nach Izola und wieder am Meer zurück nach Koper zu laufen. Der Part am Meer ist wirklich schön zu laufen. Mit dem schönen Panorama hat mich aber leider etwas die Kraft verlassen und ich musste zusehen, wie meine Laufpace ab Kilometer 12 immer ein wenig langsamer wurde. Auf den letzten Kilometern kam dann der Zielbereich schon in Sicht und der Wind hat die Durchsagen des Moderators recht weit getragen. Bei der Ansage, dass erst 150 Finisher im Ziel sind, wurde mein Grinsen wieder breiter. Den Zielsprint habe ich mit letzter Kraft gemacht und war total kaputt, aber glücklich im Ziel. Von den Zuschauern die letzten Meter im Spalier durch den Zielbogen gepusht zu werden, sorgt schon für Gänsehaut.

 

Nach einer Flasche Wasser habe ich dann mal auf meine Uhr geschaut und konnte es kaum glauben - Ziel mehr als erreicht und die Zeit vom letzten Jahr um 40 Minuten verbessert.

Meine Zeit von 5:15h hat zum 29. Platz in meiner mit 171 Athleten besetzten Altersklasse geführt. Darauf bin ich echt stolz.

 

Und jetzt? Off-Season. Also mal wieder das machen, was sonst in letzter Zeit hinten an stehen musste. Wenn das Wetter mitspielt, freue ich mich auf den einen oder anderen Trailrun in den Bergen.......

Folgende Bilder von finisherpix®:


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