Zum ersten Mal 3-fach

Am Anfang war die Idee

 

Die Idee war irgendwann im Februar am Blautopf bei Ulm geboren. Auf einer Trailrunningveranstaltung habe ich einen der Organisatoren der Walser Trailchallenge kennengelernt, der im TriTeam Kleinwalsertal aktiv ist. Wir haben uns über Triathlon ausgetauscht und ein fixer Gedanke hat sich in meinem Kopf festgepflanzt.

Das Frühjahr und den Sommer über habe ich mich langsam an das neue Wettkampfformat heran getastet und festgestellt, dass es mir ganz gut in den Kram passt, weil ich mich nicht nur auf das Laufen alleine fokussieren wollte und immer schon Ausgleichssport betrieben habe. Rennradfahren war schon immer fest im Trainingsplan, jetzt kam halt noch Schwimmen hinzu. Ungewohnt waren schon eher die relativ kurzen Laufumfänge - zumindest bei den kürzeren Triathlondistanzen Sprint und Olympische Distanz. Dort läuft man "nur" 5 bzw. 10 km.

Die Vorbereitung

 

Das Training lief recht gut ab, vor allem beim Schwimmen konnte ich nach kurzer Zeit schon super Zeiten kraulen. Trainingsrevier war und ist hauptsächlich der Wörthsee, was sich super mit einer Rennradtour nach der Arbeit verbinden lässt. Das Fünfseenland und das Dachauer Hinterland wurden mit dem Rennrad heimgesucht, nur beim Laufen blieb alles beim Alten. Schließlich habe ich mich nach einem passenden Triathlon umgeschaut und festgestellt, dass das einzige noch freie Wochenende das mit dem Wettkampf in Immenstadt im Allgäu war. Also fix angemeldet und nach kurzem Hin- und Herüberlegen für die Sprintdistanz entschieden. 

Nach und nach habe ich auch ein paar Kleinigekeiten gelernt - der älteste Triathlonwettkampf Deutschlands, er ist #Kult und die beiden Raketen Jan Frodeno und Daniela Ryf (beide Weltmeister) sind auch dabei.

 

Der Wettkampf

 

Am Sonntag, den 20.08.17 war es dann soweit. Nachdem ich mein Fahrrad eingecheckt hatte *räusper*, habe ich ein wenig die super Stimmung aufgesaugt, die in Immenstadt herrschte. Das Publikum war wirklich der Hammer. Laut Veranstalter waren es 30.000 Besucher. 

Um 10:00 Uhr ging es dann los: 0,5km Schwimmen, 30km Radfahren und 5 km Laufen. 

Das Schwimmen hat mir im Vorfeld keine Sorgen bereitet, im Wasser habe ich mich kurz vor dem Start aber nicht mehr so wohl gefühlt. Zum einen war es ziemlich frisch nach den Gewittern und ich hab als einer der wenigen ohne Neoprenanzug gemerkt, dass so ein Teil sicher ganz angenehm sein kann. Neuland war für mich dann der Start im Pulk mit Geschubse, Getrete und allem was dazu gehört, wenn 400 StarterInnen auf einmal anfangen zu kraulen. Ich hab mich erstmal nach außen und hinten zurückfallen lassen und entschieden, das Rennen hier langsamer anzugehen. Sind ja nur 500m bis zum Ufer. In der Wechselzone dann aufs Rad und ab ging es durch Immenstadt. Jetzt fing die Aufholjagd an und es war ziemlich anspornend, die ganzen Hightech-Carbon-Räder zu überholen :). Erst kam der Kalvarienberg, ein kurzer aber knackiger Anstieg in Immenstadt, dann noch ein schöner, langer Anstieg über 5 Kilometer hinauf nach Freundpolz auf 1.000m über dem Meeresspiegel. Hinunter nach Immenstadt muss ich Jan Frodeno recht geben, der gemeint hat, dass er das letzte Mal ähnlich viel Spaß beim GoKart-Fahren hatte. Mit 70 km/h durch schöne Kurven zurück zur Wechselzone - ein Traum! Meine Platzierung hat sich mittlerweile ins erste Drittel verschoben und der Patzer beim Schwimmen war halbwegs ausgemerzt. Die 5km Laufen gingen recht flott an und ich konnte weiter Plätze gut machen. Kleines Highlight war noch der Kuhsteig, der genau ein solcher ist - ein schmaler und steiler Trampelpfad, der nochmal ein paar Körner kostet. Der Zieleinlauf war grandios und der Hammer war zum Schluss das Finisherbuffet - Obst, Schupfnudeln (!), Getränke, Kuchen etc. Da war ich nicht nur mit meiner Platzierung zufrieden, sondern auch glücklich und satt :).

Alle schönen Fotos Copyright by Sportograf